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29.10.2017, Audiotagebuchgeschichte...

Heute noch mal ohne Text aber dafür mit Audio: Gebrabbel und Gesabbel aus einem zukünftigen Bestseller mit dem Übertitel: Tagebuch oder Tagebuchkladde oder Tagebuchaufzeichnungen eines gescheiterten Malers/eines erfolgreichen Produktionsmitarbeiters//eines Produktproduzenten/oder so.

08.09.2017, Alfred am Wasser...

Heute mal ohne Text ein butterbrotiger Blick auf "Berlin Alexanderplatz":

01.07.2017, Arno im/auf Gras (mit mir im/ohne)

Zu mir: wenn du weiter so machst, wirst du mindestens so zwischen- enden wie #Arno Schmidt#.
Zu Arno: dein/en ‚Zettels Traum' habe ich mir nicht als Kapitalvorsorge- up to 1200 money- gegönnt.
Zu arteTV: dank der Würdigung eurerseits sah ich ihn (den Schmidt; unter zerrissener Wolkendecke) mit zugeknöpftem Anzug stirnfurchenwerfend in einem Freibad zwischen nackten Leibern
(+ oder - Bikini?/Badeanzug!/Badehose!)
stehen: entrückt, warnend (mich).
Zu Arno: gefunden im ‚Steinernen Herz', unter anderem, und neben Gleichgesinntem, endlos:

Unter den dröhnenden Bedienten: "Geht ihr schon immer voraus" röhrte Karl: "Ich übergeb die Karre: Fahrkarten lösen." Sie machte aus ihrer Kinderhand einen zierlichen Mörser, und er stieß die Groschen koitös hinein: sie wusste jeden Weg.

Mein Gegenüber, eine blasse Dame, gähnte diskret die Schenkel: ich machte höflicherweise begierige Augen: und sie schlug die Speckkeile matronenhaft befriedigt wieder übereinander.


Zum Allwissenden: was wäre aus dem Monumental- Werk ‚Zettels Traum' geworden, wenn die Lebzeit des A.S. im heutigen Computerzeitalter stattfinden würde?
(Statt zu düsteren "Calton Creek"- Zeiten. Auch "Kalten Krieg"- Zeiten genannt.)

01.06.2017, Work in progress...

...und immer im Blick: das Ziel: ein Heft/Büchlein mit 100 Seiten.



(Foto: Bückware#8)

Momentan arbeitet der Schreiberling auch hin und wieder traditionell mit Füllfederhalter und Kariertpapier.



(Bild: Zukunft Bückware#9)

Gern auch im Freien und abgekoppelt von elektronischen Recherchemöglichkeiten.
Chchch.
Umsummt von Hummeln, gegrillt von Sonnen.
Ohne zuviel versprechen zu wollen: das Kommende wird großartig!

24.04.2017, Schädlich fragt...

Ich frage mich, warum ich mich damals in den Achtzigern und zuvor nicht fragte, was wohl der Parteifunktionär aus der Provinzkreisstadt so denkt, wenn unter ihm die Parade vorbeizieht, zum ersten Mai zum Beispiel, der ja nun in naher Zukunft, wenn auch ohne verordnete Paraden, wieder ansteht.
HaJo Schädlich- ein mit Preisen überhäufter Autor (freilich erst nach der Abschaffung der Paraden), stellte sich 1975 in der Titelgeschichte von "Versuchte Nähe" ebenfalls diese Frage, anders: ließ diese Frage seinen Protagonisten sich und desselben Umfeld stellen.
Mehrfach und penetrant.
Ein Auszug:

…Fragt sich, hat Zeit heute, was andere sonst für ihn sich fragen und andere, wie er den vielen, die ihn sehen, erscheint. Zuerst: wer sind die, sie tragen eine Adresse voran auf einem Schild oder Band, aber nie eines einzelnen, und er, den sie sehen als einen einzelnen, will einzelne: wo wohnt der, der dort lacht, wann ist der losgegangen zu einer Straßenecke, die ihm jemand genannt hat, und: warum geht der dort unten, will er, dass er ist, wie er sein soll, damit er, wie er ist, sein will?...

Ich antworte mir: vielleicht dachte ich damals nur an den Freibon für eine Bockwurst, die jeder Marschmensch nach dem Einlauf erhielt.

11.04.2017, Verpflanzungen

Nun habe ich endlich Timothy Truckle beerdigt und nichts spricht momentan dafür, dass er sich irgendwann und irgendwo wieder in mein Leben schleicht.
Antriebsmotor des Retrolesens (die SciFi- Detektivstory verschlang ich schon als Kind- allerdings nicht gebündelt auf 750 Seiten) war eine Art Gehirnjogging- das Wiederausgraben/die Zombisierung von Sätzen und Ideen eines Autors, das Schaffen eines Aha- Effektes oder zusammengefasst: eine Dejavüsierung in mir.
Dieser Prozess löst oft Enttäuschung aus- findet man Sachen beim Erstlesen doch viel großartiger als beim wiederholten Lesen.
Ein Effekt wie beim Besuch eines Stadions, einer Location, einer Stadt- die Zweitverwertung verkleinert/verprovinzialisiert das einst GROSSartig Empfundene.
In meinem Büchlein "1945: Als der Himmel Orgien weinte" griff ich nach end- und erfolglosen Recherchen einer einst gelesenen Sache (u.a. kaufte ich mir das Buch "Das fremde Hirn" von Klaus Frühauf, weil ich dort genau diese Sache vermutete) das noch schemenhaft vorhandene Motiv ohne erneute Lesung auf.
Thema: Die Manipulation eines wehrlosen Menschen durch gezielten Austausch von Reizen.
(Bezaubernde Frauenkörper auf einer Filmleinwand- eingespeister Fischabfallgestank; erweiterbar: gezeigter Kot- eingesprühter Duft von Frühlingswiesen…Aas - Parfüm, etc.)
Gefunden habe ich die Passage dann doch noch in Prokops Trucklegeschichten, allerdings ohne Ahasowardas- Effekt.
Prokop zieht in dieser Szene (als Truckle in den Fängen der NSA landet und dort mittels Verhör zerstampft zu werden droht) alle Register, ein wahres Feuerwerk an Ideenreichtum, wie und mit welchen Mitteln man jemanden manipulieren könnte.

Kurz zum Buch: In dieser verkleinerten USA (unter einer Abschirmungsglocke) existieren nur noch die Big Bosse (unsterbliche Firmeninhaber mit unbegrenzten Möglichkeiten), die NSA und der Underground.
Zumindest sind das die Prokopschen Kernthemen.
Neben Unsterblichkeit, Unsichtbarkeit, Klonungen, Genzüchtungen, Sicherheitswahn, Intrigen, spannenden Waffen und natürlich Transplantationen in alle Richtungen.
Also die Verpflanzung von Köpfen, Armen, Beinen.
Truckle selbst wird am Ende zum Opfer und bekommt neben jeder Menge neuer Haut auch ein zu langes Bein.
Bevor ich aber näher darauf eingehe, beende ich diese halbe Rezension mit einem Fotoausruf, auslösergetätigt in Flöha: Gegen Blumenkreuzungen- für Kreuzungsblumen!

07.04.2017, Stadtgespräche vor 25 Jahren...

(K)Ein Relativierungsansatz: Was heute die Zentralhaltestelle Chemnitz ist, war vor einem Vierteljahrhundert der Hauptbahnhof ebendort: Umschlagplatz für Gewaltdelikte.
Rechts daneben eine Fakenews mit Bild- in- Bild- Funktion zum Thema "Elvis lebt".

23.01.2017, Begegnungen...

Gut profilbesohlt und Schnapp schießend machte meine Wenigkeit am Wochenende einen Fußausflug ins Bornwäldlerische bis hin nach 19hain.
Während dieser Schneeexpedition grüßten manch Vorbeikommende von oben.
Ein Filmremake des Polanski- Klassikers "Tanz der Vampire" kann ich allerdings nicht in Aussicht stellen.
Leider.
Oder besser: besser so!



08.01.2017, Altes neu aufGELESEN...

Mit einem mir selbst gemachten Weihnachtsgeschenk (in der Mitte, Rest sind Bodyguards) genoss der Seitenbetreiber seinen Jahreswechsel und genießt damit noch mindestens den Januar. Der DDR- SciFi- Autor ließ seinen Detektivhelden Truckle schließlich auch genießen- das Leben und Whisky!

26.12.2016, Da einige von uns dieser Tage...

... auf Bahnhöfen herumstehen, auf Züge wartend zumeist, sich dehnen, schütteln und Handyakkustände kontrollieren- hier aus dem aktuellen Heft Bückware#7 ein AusZUG aus "Das Tentakelmonster und der Lautsprecher (und ein Rollkoffer)":

...Ich stand in einer riesigen Bahnhofshalle, Reisende hasteten an mir vorbei, manche stießen mich an, fluchten.
Züge fuhren wie im Zeitraffer ein und aus.
Zugtüren öffneten und schlossen sich.
Es roch nach Gebratenem aus den Imbissbuden, Zigarettenrauch aus Mündern, auch, aber noch mehr nach Ankunft und Wiederkehr und es schmeckte nach Abschied, Verlassenwerden und Einsamkeit...

24.12.2016, Die besten Weihnachtsgrüße...

sendet der Seitenbetreiber seiner Leser- und Unterstützerschar. Anbei wieder ein Kärtchen (leider nicht so gut gescannt).

18.12.2016, Namenstag am 4.Advent

Beim Durchblättern diverser Sportvideotexttafeln stach mir heute eine erfreuliche Sache ins Auge: traditionelle Handwerker-, Berufs- und Materialnamen sind wieder im Trend und anreizen zu Höchstleistungen.
Bei ENERGIE gegen LOKOMOTIVE trafen FÖRSTER, MAURER und STEIN ins TOR.
Auch nicht nur eine Fußnote: wenn es brenzlig wird, werden NATTERN für MAMBAS ins Getümmel geworfen.

29.11.2016, Immer noch im Klassikermodus...

Kurz vor der Beerdigung des Jahres 2016 wage ich noch einen Textauszug aus einem Klassiker der Weltliteratur (auch zur Huld einer der Hauptpersonen).

…Aber in demselben Augenblick, als er gestorben war, kam es dem Fürsten Andrei zum Bewusstsein, dass er nur schlafe, und in demselben Augenblick, als er gestorben war, machte er eine starke Anstrengung und erwachte… (Leo Tolstoi, "Krieg und Frieden", Vierter Band, Erster Teil, Kapitel XVI)

Dazu noch ein Bildchen aus meinem Friedhofswandelarchiv:

06.11.2016, Bilderbeiwerk in meinen Büchlein...

...sind nicht nur gescannte alte Zeitungsartikel und Fotos, sondern auch frisch Geschossenes aus dem Speicher meiner Digicam. Hier ein Beispiel aus dem Umland (Erdmannsdorf):

14.10.2016, Finsternis und Schwermut...

Doch über den Sommer hinaus blättert der Macher dieser Seite in einem Literaturklassiker vor und zurück und kämpft sich durch das Geschehen mit hunderten handelnden Personen.
Zwischendurch wird es auch noch lyrisch und Zeit etwas eigenes damit zu verknüpfen.
Die später von Erfolg (Heiratsantrag) gekrönten Worte Boris Drubezkois in das Album von Julja Karagina dienen als Beiwerk zu diesem Foto (beziehungs- und richtigerweise umgekehrt):

"Ihr Bäume der ländlichen Flur, eure dunklen Zweige schütten Finsternis und Schwermut auf mich herab."

"La mort est secourable et la mort est tranquille.
Ah! Contre les douleurs il n'y a pas d'autre asile."


("Ein Helfer ist der Tod, ein stiller Ruheport;
Er ist für Gram und Leid der einz'ge Zufluchtsort.")

- Leo Tolstoi -

17.09.2016, Organisatorisches!

Bei näherer Betrachtung der Startseite wird dem (kaufwilligen) Leser meiner Schriften aufgefallen sein, dass es die aktuelle und mehrfach angekündigte Ausgabe der Bückware leider noch nicht gedruckt, dafür aber portofrei elektronisch als Ebook

(Um die 130 Seiten dick- auch wenn stark und dick in Bezug auf Tablets, Smartphones und Reader Schimpfwörter sind, erfüllt es mich mit Stolz etwas STARKES DICKES zustande gebracht zu haben.)

zu erwerben gibt.
Wermutstropfen: ins Ebook sind keine mysteriösen Fotos mit textbausteinigen Untertiteln integriert.
Dafür habe ich mehrere Tage an der Formatierung gefeilt und es (weiß bis heute nicht mehr wie) hinbekommen, dass man über ein verlinktes Inhaltsverzeichnis im Ebook zu den Kurzgeschichten navigieren kann.
Bin eben (bescheidener: vielleicht) doch ein verkannter Tausendsassa!
Wenn jetzt irgendwann die Druckerei trotz meiner Kleinauflagen über ihren großen Schatten springen kann…ich wäre glücklich!
Freundlicher dürfte sich trotz und wegen dieser misslichen Umstände die Zukunft um meine werkeln gestalten: neuerdings habe ich mir Daumenschrauben angelegt, um Schreibblockaden schon in sein Ansätzen zu erkennen und auszuschalten.
Die Idee eines Tagebuches knebelt mich kalendarisch und zwingt mich somit pro Monat mindestens drei bis fünf, vielleicht auch vier, Texte, Poems, Verschwurbelungen usw. niederzuschreiben und das ganze Durcheinander in meinem Kopf nicht nur zu entwirren, sondern auch höchst gewissenhaft ad acta zu legen.
Mal gespannt sein, was es wird- das wär's!
Und das wird es!

13.08.2016, Schinken und Blätterteig...

Beim Fotosdurchgucken stellte ich vorhin fest, dass ich aus mir unerklärlichen Gründen immer im Sommer die dicken Schinken wälze.
Und das bevorzugt an frischer Luft.
Vielleicht will ich aber auch nur ausschliessen, stundenlang in meinem Keller am Rechner sitzend, scheibchenweise Schriften zu suchen und als Strafe mein Umfeld mit gruftiger Blässe zu erschrecken.

Vorzüglicher Blätterteig am See von 2015:

02.08.2016, Urlaub und Neues in Sachen Buch/Ebook...

Der Meister hatte sich die letzten Tage auf die mecklenburgische Seenplatte zurückgezogen, um dort (EVENTUELL) neue Schreibmissetaten zu begehen.
Außer paar Grobnotizen kam nicht viel rum.
Trotz allerhand mitgenommener Notizen.
Immerhin reichte es zum Lesen in Tolstois Meisterwerk "Krieg und Frieden" und auch den Auslöser der Kamera habe ich ab und an bedient.
Schon am Heft 8 arbeitend, sind noch ein paar Sachen (in Sachen Bückware#7) für die Druckerei und für das Formatieren und Konvertieren (Ebook) zu erledigen, die ich flugs nächstens in Angriff nehmen werde.
In diesem Sinne: "god BLESS the HUHN"!



03.06.2016, Dritte Wahl in Freiberg erste Wahl (hat diese Schlagzeile eigentlich schon jemand jemals NICHT gekloppt?)

Auf meine alten Tage komme ich immer seltener in den Genuss von Konzerten respektive Punkrock, glücklicherweise ließ sich das mal fix beim Gratiskonzert in der Bergstadt um die Ecke abstellen. Dritte Wahl aus Rostock hieß der Headliner, der nach knapp 25 Jahren mal wieder in Freiberg aufschlug- und sich als reich an Erfahrung im Umgang mit Instrumenten präsentierte, was man auch deutlich hörte. Schrammelfaktor gering, mit Piano plingpling ("Man nennt uns auch die SCORPIONS der Punkrockszene!") und Lyrics zum Mitsingen.
Letzteres eindrucksvoll umgesetzt durch ein textsicheres Publikum, abzüglich des Viertels ausländischer Studenten, die anfangs Stirn runzelnd herumstanden, herumirrten oder staunten und sich aber gegen Ende verdächtig nahe am Pogofeld aufhielten.
Mit Röckchen, Marke japanischer Schulmädchenlook neben Studenten, Asipunks, Altpunks, Indern, Arabern, Afrika war auch dabei, eine Oma, die sich die Ohren zuhielt, Kinder- noch weit weg vom harten Studentendasein…uswusf.
Erwähnenswert in diesen schlimmen düsteren Zeiten…keine Großmutter, kein besorgter Vater und auch kein Hund auf der Suche nach Bratwurstresten tanzte mich an!
Dementsprechend besorgniserregend: Handy, gute Digicam und Geldbörse durfte ich daheim erfolgreich aus Taschen und Bekleidungsmitteln klau/ben!
Fußbrüchig wie Axl Rose von der anderen Band, deren Namen laufend in den Schlagzeilen ist, hockte der Elektrogitarrist in bester Professionalität die anderthalb Stunden auf der Bühne und trug mit dazu bei, dass die Studententage offensichtlich einen guten Abschluss fanden.



"Vor"band: THE PORTERS



"Vor"band: THE PORTERS

DRITTE WAHL:









27.05.2016, Mensch und Maschine...

Weil wir bei Schwarzweissbildern gelandet sind:
Heute habe ich mal im "Gellert Szenario#12" rumgeblättert und dies seltsame Foto entdeckt.
Solange ich meine schriftstellerischen Glanzleistungen mit solchen Fundstücken zu untermauern versuche (oder einzubetonieren, um nicht von zu manifestieren zu sprechen, zu-zu), bin ich noch ganz bei Trost.



15.05.2016, Auch dieses Jahr kein WGT...

Pfingsten und Wave Gotik Treffen und der Leser wird sich vielleicht fragen, warum der Herzgrufti nicht mal paar ordentliche Eventbilder bringt oder mit witzigen Sätzen, wie etwa "Diese Gestalten spülen 15 Mio. in Leipzigs Kassen" (BILD), um sich schmeißt.



Ein DDR- Grufti, der kein Geld in irgendwelche Kassen spülte...

Die Antwort ist relativ schlicht: ER arbeitet an Bückware#7 und ER fährt nicht ins nahe Leipzig, weil ER nicht Mark Benecke treffen will, den ER dann fragen müsste, ob seine forensischen MEDICAL DETECTIVES- Aussagen Angst auslösen oder betroffen machen sollen ("Wenn dem Opfer dreimal in den Kopf geschossen worden ist und dieser Kopf dann abgetrennt wurde, ist davon auszugehen, dass dieses Opfer nicht mehr lebt. Übrig bleibt die Frage, ob ES womöglich Suizid begangen hat und wenn, ob ES erst den Kopf abtrennte und sich dann in diesen schoss, oder ob die Vorgehensweise umgekehrt gewesen war."). Ist natürlich Quatsch- mein wahrer Grund das WGT zu ignorieren, liegt im Dunklen, vielleicht weil ich nicht zu einem Neo-Volker werden will, vielleicht auch, weil ich nur mobil werde, wenn ich dringend persönliche Befindlichkeiten extrahieren muss.
Immerhin hat mich dieser Umstand einmal nachts nach Leipzig getrieben.
Ist allerdings mittlerweile auch schon wieder ein paar Jährchen her.
Bevor ich weiter Zeilen zusammenschraube, um irgendwie dieses Jahr noch eine Veröffentlichung hinzubekommen, grüße ich pfingstig meine Pagebesucher.
Traditionell mit einem Kärtchen.



22.04.2016, Ekel...

Während ich noch die am 1.April ausgestellten Fotomodelle seziere, möchte ich rückwirkend ein paar Zeilen aus dem Klassiker "Der Ekel" von Sartre zeigen.
Wohl bekomms!

…Wie fern von ihnen ich mich fühle, von der Höhe des Hügels herab. Es kommt mir vor, als gehöre ich zu einer anderen Spezies. Sie kommen aus den Büros, nach ihrem Arbeitstag, sie schauen zufrieden die Häuser und die Grünplätze an, sie denken, dass es ihre Stadt ist, ein "schönes bürgerliches Gemeinwesen". Sie haben keine Angst, sie fühlen sich zu Hause. Sie haben nie etwas anderes gesehen als das gezähmte Wasser, das aus den Hähnen läuft, als das Licht, das aus den Glühbirnen strahlt, wenn man auf den Schalter drückt, als entartete, gekreuzte Bäume, die man mit Astgabeln stützt. Sie erhalten hundertmal am Tag den Beweis, dass alles mechanisch abläuft, dass die Welt starren und unverwandelbaren Gesetzen gehorcht. Die der Leere überlassenen Körper fallen alle mit der gleichen Geschwindigkeit, der Park wird im Winter täglich um 16 Uhr, im Sommer um 18 Uhr geschlossen, Blei schmilzt bei 335 Grad, die letzte Straßenbahn fährt um 23 Uhr 5 vom Hotel de Ville ab. Sie sind friedlich, ein bisschen missmutig, sie denken an morgen, dass heißt lediglich an ein neues Heute, Städte verfügen nur über einen einzigen Tag, der völlig gleich an jedem Morgen wiederkehrt. Kaum, dass man ihn an den Sonntagen etwas herausgeputzt hat. Diese Idioten. Es geht mir gegen den Strich, zu denken, dass ich ihre festen und saturierten Gesichter wieder sehen werde. Sie machen Gesetze, sie schreiben populistische Romane, sie verheiraten sich, sie haben die maßlose Dummheit, Kinder zu machen…



…Und ihnen wird klar werden, dass ihre Kleider lebende Dinge geworden sind. Und ein anderer wird merken, dass ihn etwas im Mund kratzt. Er wird vor den Spiegel treten, den Mund öffnen: und seine Zunge wird ein riesiger, äußerst reger Tausendfüßler geworden sein, der mit den Füßchen strampelt und ihn am Gaumen kratzt. Er wird ihn ausspucken wollen, aber der Tausendfüßler wird ein Teil seiner selbst sein, und er wird ihn mit seinen Händen herausreißen müssen. Und es werden haufenweise Dinge auftauchen, für die man Namen finden muss, das Steinauge, der große Dreispitzarm, die Krückenzehe, die Kinnbackenspinne. Und derjenige, der in seinem gemütlichen Bett, in seinem schönen warmen Zimmer eingeschlafen war, wird ganz nackt auf einem bläulichen Boden erwachen, in einem Wald rauschender Ruten, rot und weiß in den Himmel gereckt wie die Schlote von Jouxtebouville, mit dicken, halb aus der Erde getretenen Hodensäcken, behaart und knollig wie Zwiebeln. Und Vögel werden um diese Ruten herumflattern und mit ihren Schnäbeln an ihnen picken und sie zum Bluten bringen. Sperma wird langsam, träge aus diesen Wunden sickern, mit Blut vermischtes Sperma, glasig und lauwarm mit kleinen Blasen. Oder aber nichts von alledem wird geschehen, es wird keinerlei wahrnehmbare Veränderung eintreten, aber die Leute werden eines Morgens, wenn sie ihre Fensterläden aufmachen, von einer Art grässlichem, schwer auf den Dingen liegendem Sinn überrascht werden, der zu warten scheint. Nichts weiter als das: aber wenn das nur einige Zeit andauert, wird es Hunderte von Selbstmorden geben. Jawohl!...

01.04.2016, Futtergabe...

Kurz vor dem anstehenden Sonnenscheinwochenende zeige ich mich gut gerüstet. Futter ist ausgelegt.



26.03.2016, Die besten Ostergrüße...

sendet den Lesern und Pagebesuchern,

der Grobliterat

10.03.2016, Bevor die Homepage einschläft...

...gibt es hier erstmal den Medienradau vom Tage...

19.01.2016, Zum 50.Geburtstag...

...des FCK/CFC auch von mir ein bebilderter Traditionsglückwunsch.

01.01.2016, Neujahrs(vor)sätze...

Liebe Literaturfreunde,

2015 ist kürzlich in die Vergangenheit gerutscht.
Im Jahr 2014 hatte ich meinen letzten Papiererguss, der noch in Einzelexemplaren in Kartons neben mir liegt, aber auch auf amazon elektrisch abrufbar ist.
Ich denke und hoffe, dass ich so was 2016 noch mal anstreben sollte und auch anstreben darf.
Vielleicht sogar muss, wenn ich den Status eines Schreiberlings behalten und nicht zum plumpen Fotohochlader auf einschlägigen Social Media Seiten (inklusiver dieser Page) mutieren will.
Allein hier sind es mittlerweile weit mehr als 2500 Fotodateien auf über 400 Frameseiten.
Neulich wurde in einem HTML- Forum der museale Charakter dieser Homepage kritisiert.
Da ich jedoch ein Freund romantischer und angestaubter Sachen bin, werde ich weiter die maroden Regalreihen, in denen der ganze Plunder getrost verstauben darf, füttern.
En passant (im Sessel sitzend) Literaturklassiker, und solche die es beinahe geworden wären, schmökern und auszugsweise online stellen.
Wenn es meine morschen Knochen zulassen, werde ich außerdem und sogar vor der Haustür mit Fotoapparat herumtigern und mir Gedanken machen, wie ich unwichtige Ablichtungen zu kleinen Kunstwerken machen kann…zur Not auch mit seltsamen Untertiteln.
Wie es meine Leser gewohnt sind, denen ich hiermit gleich und zugleich ein spannendes und entspanntes Jahr 2016 wünsche.

24.12.2015, Die obligatorischen Weihnachtsgrüße...

...gehen wie immer an die Pagebesucher und Leser meiner Schriften...

17.12.2015, Zu Besuch im Shoppingcenter

Wenn ich in diesen Tagen die Zeitung aufschlage oder einschlägige Internetseiten beschmökere, lese ich immer dasselbe: Krisen, Zinsen, Weihnachten, Bayern (meist in Verbindung mit München und in Verbindung mit Fußball), dazu Sonderangebote in Supermarkt- und Restpostenlädenbeilagen und noch vieles anderes mehr, was mit Mord, Totschlag, Raub, Diebstahl und Notzucht zu tun hat.
Krisenherde sind natürlich Großstädte und eine, die mit dem Schornstein und der Blitzerfalle auf der Dresdner Straße, hat sich meine Wenigkeit auserkoren, um Weihnachtskram shoppen zu gehen, und anderen Leuten beim Weihnachtskramshoppengehen zuzugucken.
Der zweigeschossige Kauftempel bietet alles für jeden Geschmack.
Mehrere Handyläden, der Elektronikmarkt schlechthin, einige Bekleidungsgeschäfte, dazu ein Buchladen und einen Shop, welcher einlädt, Brot und Butter für den täglichen Bedarf zu erstehen.
Damit ich mich frei bewegen konnte, musste ich zuerst meine Angst vor der Rolltreppe loswerden.
Ich fuhr dreimal hoch und dreimal runter, ohne dass sich mein Gehrock in den messerscharfen Treppenzinken verfing und diese meine Extremitäten zerfetzte.
Stolz schlenderte ich nach diesem Abenteuer umher, um gleich danach weitere Alpträume herauszufordern.
In einem engen verstopften Geschäft warf ich mich mit meinen über die Schultern geworfenen extragroßen Taschen ins Geschehen.
Herumstehende Bürger und zerbrechliche Dekoartikel in endlosen Regalreihen, die manchmal aberwitzig nah am Regalrand platziert worden waren, waren meine Gegner.
Frösche mit riesigen Augen, zusammengerollte Keramikkatzen, Sitz!machende Keramikbeagles, kunterbunte Igel aus irgendeinem Kunststoff, Eulen mit größeren Augen als die erbarmungswürdigen Frösche, streiften meinen Weg.
Die meisten solarbetriebready.
Aus einer Ecke donnerte Gesang vom Band.
Weiter vorn, schon beim Verlassen des Basars, lauerte noch eine Mattscheibe auf der sprechende Tassen in einer schrillen Geheimsprache miteinander kommunizierten.
Schließlich hatte ich auch das geschafft.
Nachdem ich vier erstandene aufbackbare Teigwaren im Kofferraum meines Autos verstaut hatte, zog ich stolz ob meiner Mutproben von dannen, allerdings nicht ohne mir neue Ziele gesteckt zu haben.
Im Obergeschoß hatte ich gebührenpflichtige Massagesessel entdeckt.
Die sollen Geldbörsen und Handys aus Hosentaschen klauen.
Und wer sich wehrt: Knochenbrüche, Quetschungen, Hämatome, Atemnot…die übliche Klaviatur der Massagesitzverletzungen.



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