Grünhainichener BC vs FSV Krumhermersdorf II zurück zur Spielauswahl

07.12.2008,Grünhainichener BC Blau- Weiss - FSV Krumhermersdorf II oder wichtiger 4:1- Sieg

Wow, der Winter hat uns wieder. Am Freitag war ich zur Modenschau der aktuellen Thor Steinar- Kollektion im Kaufland Zschopau. Immer wieder ein Erlebnis wie halb verhungerte Pitbulls mit Kapuze auf dem Kopf durch den Markt eiern und mittels Mode ihre Gesinnung kundtun.
Dabei hörte man das Lachen ins Fäustchen der Hintermänner bis ins Erzgebirge. Meine Fresse sind die kreativ, was das Geldverdienen anbelangt. Dabei sollten sich ihre Kunden doch an die Aufrufe der "Nationalen Sozialisten" halten und den Kapitalismus bekämpfen. So prangt es an sämtlichen Ampeln und Masten in Aufkleberform in Chemnitz.
Weihnachten wird für die Kultmarke sicher ein einträgliches Geschäft, vielleicht investieren sie ja dann mal in Stiftungen, oder Projekte, die sich mit ihrer Einstellung decken. Ein neues PREFA- Dach für Walhalla und Toilettenschüsseln zum reinkotzen.
Who know's?
Widmen wir uns wichtigeren Dingen, nämlich Fußball in Reinkultur- Stopp! jetzt fehlt eine Zwischensequenz, ein intellektueller Übergang. Da ich dafür nicht zuständig bin, habe ich in meiner aktuellen Lektüre (Stefano Benni: "Geister") geblättert und folgendes zum imaginären General Bob Lucmich entdeckt:
"Der General ist berühmt für seine sehr persönliche Auslegung des Tarnkonzepts. Im grünen Dschungel trägt er gelbrote Overalls, in der irakesischen Wüste hat er einen weißen Overall an, auf den Gletschern im Krieg gegen Skanien einen über und über mit Blumen und Weinranken bestickten. Einmal hat sich jemand zu dem Hinweis erkühnt, es reiche nicht, einen Tarnanzug zu tragen, die Tarnung müsse auch mit der Umgebung verschmelzen, in der man sich tarnen wollte. Der General formulierte daraufhin die berühmt gewordene Antwort: "Soll doch die Welt die Farbe ändern, ich nicht."
Jetzt kommt der angekündigte Übergang: wenn der GBC ein schlechtes Spielniveau aufzeigt, heißt es nicht, dass man sich mittels Training verbessern sollte, sondern, dass sich der Gegner gefälligst anzupassen hat. In der Hoffnung das diese Arroganz Wurzeln schlägt, fuhr ich in den Nachbarort, um dem GBC meinen Sonntagnachmittag zu Füßen zu legen.
Dabei war dem Spiel ein Scharmützel von Absagen und Neuansetzungen vorausgegangen. Dies hatte zwei Gründe: einmal wollte der GBC gegen die echte Zweite aus Krumhermersdorf spielen und zum anderen trachtete der Gegner danach mit Spielern aus der zwei Spielklassen höher (Bezirksliga) aktiven Mannschaft ihre Reserve aufzufrischen um im Abstiegskampf Boden wettzumachen. Kurios dabei, dass beide Vereine im Jugendbereich Spielgemeinschaften bilden.
Es half alles nichts, nach zwei Absagen drohte ein Verlust des Heimrechts und der GBC musste bei widrigen Bedingungen Gradestehen.
Und so fuhr der Gast auch schwere Geschütze auf und trat mit vier Spielern aus der Ersten an. Von Anbeginn war klar, dass es ein umkämpftes Match werden würde. Die schnellen Spitzen der Bezirksligatruppe forderten unseren Verteidigern alles ab, doch diesmal war es anders und der GBC ging nach neun Minuten durch Irmscher auf Zuspiel von Trinks in Führung. Endlich mal ein Start nach Maß! Danach wogte das temporeiche Geschehen auf Matschboden auf und ab und beide Teams hatten gute Chancen. Mit dem 1:0 ging es aber dann in die Pause.
Mit zwei frischen Leuten kamen die Suppenländer aus der Kabine und trauten (wie auch die Meisten der 50 Zuschauer) ihren Augen nicht: nach feinem Sololauf auf dem Flügel und Flanke von Uhlig netzte Ruttloff zum 2:0 ein (46.). Nur zwei Minuten später drang Uhlig in den Strafraum ein und wurde gelegt. Elfmeter!
Früher ein Schwachpunkt der Gastgeber, langsam ist Besserung in Sicht: Mortensen schoss zum 3:0 ein. Damit war aber der Wille der Gäste noch nicht gebrochen. Aus ihrem technischen Repertoire zeigten sie einiges und erzwangen ein Eigentor durch Chicken (76.). Doch die sattelfeste Abwehr um Mortensen hielt stand und eine Minute vor Schluss erzielte wiederum Ruttloff das 4:1. Mit der besten Saisonleistung konnte man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen.
Auch die gebeutelten Konzertbesucher (Fallobstfresser und noch eine Combo am Vorabend) riefen ihre Leistung ab und man kann sich nun mehr Gedanken um ein Tittenmonster im AZ machen. Jene versteckt zwar ihre Schlauchtitten oder Tittenschläuche unter weiten Strickpullovern, dennoch ist das ganze Ausmaß bekannt. Weitere Fragen nach Körperbehaarung blieben offen. Wie man dem Abhilfe schaffen kann, weiß niemand, vielleicht Seilspringen oder Gummitwist? Oder sind das die Trainingsmethoden des GBC?
Mehr gibt es nach der Winterpause....














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